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Langzeitsprachkurs Spanisch: 6 Monate Málaga

Wer Zeit hat und eine Sprache intensiv lernen möchte, für den eignet sich ein Langzeitsprachaufenthalt. Dafür entschied sich auch die 19-jährige Chiara C.. Ihr großes Ziel: Spanisch lernen in Spanien. Sie verbrachte sechs Monate – von August 2016 bis März 2017 – in der spanischen Stadt Málaga. Erfahrt in Chiaras Erfahrungsbericht, wie gut sie nach der Sprachreise Spanisch sprechen kann und wie ihr der Langzeitsprachaufenthalt gefallen hat:

Sprachreise in Spanien: Chiaras Erfahrungsbericht

21. August 2016, das Abenteuer Spanien beginnt. Ich reise, ohne auch nur ein Wort Spanisch sprechen zu können, in die zweitgrößte Stadt Andalusiens – nach Málaga. Meine Freunde halten mich deswegen für verrückt. Doch obwohl die Spanier (so wie mein Fahrer, der mich vom Flughafen abholt) zu 99 Prozent kein Englisch sprechen können, komme ich am gewünschten Ziel an: „Club Hispanico“ ist meine erste Unterkunft für die nächsten vier Wochen. Hier werde ich mit einem anderen Mädchen aus Österreich ein Zimmer beziehen.

Sprachschule mit Pool & Restaurant

Die Sprachschule Málaga liegt auf einer Anhöhe. Mit dem Bus sind es etwa 20 Minuten bis in die Stadt, allerdings halten diese nur am Fußende des Berges. Ein weiterer Bus bringt einen zwar den Berg hoch, dieser fährt jedoch nur zu eingeschränkten Zeiten. Die Anhöhe kann man aber problemlos auch zu Fuß gehen.

Die Sprachschule besitzt einen Pool, der im Sommer für eine erfrischende Abkühlung sorgt, und im Winter zum Sonnen einlädt. Zudem gibt es hier ein kleines Restaurant, in dem man Frühstücken kann und mittags und abends auch warme Speisen bekommt.

Sprachschule Málaga
Sprachschule Málaga: Blick aus dem Klassenzimmer und der Pool

Der Schulalltag & die Mitschüler

Das Schulsystem funktioniert so, dass die Sprachschüler jede Woche ein Modul mit einem Buch bearbeiten. Am Ende einer Woche gibt es einen kleinen Test oder eine Klausur. Die Klausur ist für diejenigen, die ein Sprachlevel aufsteigen möchten. Man hat am Tag immer vier Stunden Schule: von 8 Uhr bis 12.30 Uhr. Nur montags fängt der Unterricht später an – Beginn ist dann um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr ist Unterrichtsende. Die Lehrer wechseln sich ab, sodass man die Woche und den Tag über immer verschiedene Lehrer hat. Ein Lehrer oder eine Lehrerin steht dem Sprachschüler als Tutor/in zur Seite und denjenigen sieht man auch jeden Tag.

Die Studenten in der Sprachschule kommen von überall her, der größte Teil stammt jedoch aus Europa und Asien. Im Sommer sind die Sprachschüler alle sehr jung. Gegen Ende des Sommers kommen Ältere hinzu und so bleibt es dann auch bis zum Frühjahr. Die meisten Studenten bleiben oft nur rund einen Monat. Wichtig ist hier für alle Sprachreisende, die länger bleiben möchten, sich auf einen immer wechselnden Freundeskreis einzustellen. Ich habe auch jetzt nach der Sprachreise immer noch viel Kontakt zu den Leuten, die ich vor Ort kennen gelernt habe.

Apartment oder Privatunterkunft?

Nach dem „Club Hispanico“ hab ich für sechs Wochen in einem Standard-Apartment gewohnt. Dieses ist ca. 30 Minuten Fußweg von der Schule entfernt. Jedoch brauche ich nur fünf Minuten zum Strand. Die Komfort-Apartments sind wesentlich näher an der Sprachschule, meistens liegen sie auch auf dem Berg. Sie sind wesentlich moderner eingerichtet als die Standard-Apartments.

Balkonaussicht bei Chiaras Gastfamilie
Balkonaussicht bei Chiaras Gastfamilie

Die Privatunterkunft, in der ich anschließend meine letzten dreieinhalb Monate verbracht habe, hat mir am besten gefallen. Ich würde jedem empfehlen, der schon ein wenig Spanisch spricht, in eine Gastfamilie zu gehen. Meine „Gast-Mama“ hat sich sehr gut um mich gekümmert und auch sehr lecker für mich gekocht. Zudem hilft eine Gastfamilie beim Erlernen der Sprache.

Ausflüge nach Nerja, Madrid oder Marokko

Von den Schulausflügen kann ich nicht so viel erzählen, da ich nur zwei mitgemacht habe. Der Ausflug nach Nerja, eine Stadt rund 50 Kilometer von Málaga entfernt, hat mir sehr gut gefallen. Man hat viel gesehen und wurde gut informiert. Mein Wochenendausflug nach Marokko, im Nordwesten Afrikas, war für mich eine völlig neue Erfahrung. Allerdings ist dieser Ausflug auf einen anderen Kontinent schon mit einigen Reisestrapazen verbunden.

Neben diesen zwei Schulausflügen habe ich privat noch ein paar Trips gemacht (privat organisiert). Das bietet sich vor allem an, wenn man länger in Málaga bleibt. So kann man sich ganz günstig mit Bus oder Bahn (wenn man früh genug bucht) auch weit entfernte Städte, wie zum Beispiel Valencia oder Madrid, anschauen.

Chiaras Fazit: Lohnt sich ein Langzeitsprachkurs?

Wie es um meine Sprachkenntnisse nach sechs Monate Spanisch Sprachreise steht? Während ich zu Beginn meiner Reise kein Wort Spanisch sprechen konnte, hatte ich zum Schluss das Sprachlevel B2.3 erreicht. Hier wird eigentlich nur noch gesprochen. Alles in allem war Málaga für mich eine wirklich tolle Erfahrung und ich würde es jedem weiter empfehlen.

Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht Chiara!

 

Valerie T. - LAL Team
Portal- und Contentmanagerin bei LAL Sprachreisen - hegt eine große Leidenschaft für Blogs, Digitales, Social Media und Reisen.