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Englisch lernen mit TV-Serien im Original

Fremdsprachen zu lernen ist für die meisten von uns nicht gerade einfach. Vokabeln pauken, Grammatikregeln verstehen und dann auch noch die wohl in jeder Sprache zum Ärgernis der Lernenden versteckten Ausnahmeregelungen auswendig lernen: So richtig spaßig klingt das nicht gerade. Dennoch werden Fremdsprachkenntnisse immer wichtiger und sind oftmals Voraussetzung für den Job.

Aufgrund seiner Omnipräsenz ist Englisch die klare Nummer 1 unter den Fremdsprachen. Zudem ist die englische Grammatik recht einfach aufgebaut und viele Wörter sind uns auch im alltäglichen Leben schon einmal untergekommen.

Dennoch lernt man auch Englisch nicht im Schlaf – schade eigentlich. Stattdessen muss man sich intensiv damit beschäftigen und am besten, wie es so schön heißt, in die Sprache eintauchen. Eine Sprachreise ist dafür super geeignet, denn zusätzlich zum doch eher trockenen Lernen der Sprache kommt hierbei die praktische Anwendung gleich mit im Paket. Ob bei der Bestellung im Restaurant, dem Small Talk mit anderen Reisenden oder der Frage nach dem Weg zum nächsten Geschäft – du kommst nicht drum rum, die Sprache gleich vor Ort anzuwenden. Und da Englisch so weit verbreitet ist, bieten sich gleich mehrere tolle Ziele für das Sprachabenteuer an: Schnorcheln in Australien? Wandern in Schottland? Shopping in New York?  Du hast die Qual der Wahl!

Was aber, wenn eine Reise gerade nicht in die Planung passt? Es muss ja nicht immer gleich eine Pandemie sein, manchmal machen einem auch das Budget oder die eigentlich immer zu knapp bemessenen Urlaubstage einen Strich durch die Rechnung. Was auch immer dich gerade von einer Sprachreise abhält: Wir kümmern uns darum, dass dein Englisch nicht allzu sehr verkümmert. Und zwar mit einer Liste unserer zehn top Tipps für einen entspannten Serienabend – natürlich in der Originalversion.

Streaming sei Dank, ist es inzwischen ja ganz unkompliziert, sich die Lieblingsserie einfach mal im Original anzuhören. Für den Anfang ist das auf jeden Fall eine gute Idee, schließlich kennst du die Handlung schon und so kannst du dich ins Englische reinhören, ohne dass du etwas Wichtiges verpasst.

Für alle, die nach etwas Inspiration suchen, hier unsere Liste mit den zehn besten Serien zum Englisch lernen:

1. Lucifer

Das beste britische Englisch schlechthin, und das in einer amerikanischen Serie. Warum der Teufel so very british daher kommt, obwohl er doch Los Angeles als Heimat auf Erden wählt, wird zwar nicht erklärt – vielleicht der Stoff für eine nächste Staffel –, aber das muss man ja auch nicht weiter hinterfragen. Er ist auf jeden Fall sehr gut zu verstehen, was für den OV-Einstieg also super geeignet ist.

Dazu kommt eine coole Story: Mit viel Spannung und Humor hilft Lucifer dem L.A.P.D. dabei, interessante Fälle zu lösen. Zwar erzählt er eigentlich jedem, wer er ist – der Name Lucifer Morningstar ist ja schon nicht sonderlich subtil –, aber so richtig mag es ihm niemand glauben. Die daraus resultierenden Konfusionen sind wirklich einen Serienabend wert. Oder zwei, oder drei…

2. Westworld

Wenn gerade keine richtige Reise in die Planung passt, wie wäre es dann stattdessen mit einer fiktiven Reise? Und zwar nicht nur irgendwo hin, sondern nach Westworld: einem Vergnügungspark der Extraklasse. Hier taucht man ein in den Wilden Westen des 19. Jahrhunderts und erlebt so einige Abenteuer. Aber ganz so heile ist die Welt auch hier nicht und so brauen sich bald allerlei Probleme zusammen.

Mit viel Action, Abenteuer und Cowboy-Feeling geht es durch inzwischen schon drei Staffeln dieser Science-Fiction Serie. Und da glücklicherweise der typische Howdie-Slang für die Touristen etwas leichter verständlich gemacht wurde, eignet sich Westworld auch ganz hervorragend, um mit dieser Serie nebenbei Englisch zu lernen.

3. Anne with an E

Das Kinderbuch Anne auf Green Gables ist schon etwas in die Jahre gekommen; es erschien bereits 1908. Die Charaktere wurden daher für die Serie von 2017 etwas entstaubt und die Titelfigur Anne kommt mit viel Bravour daher. Sie hat es aber auch von Anfang an nicht leicht: Eigentlich sollte Mr. Cuthbert ja einen Jungen aus dem Waisenhaus holen, damit dieser auf der Farm aushilft. Stattdessen kommt er aber mit der kleinen Anne nach Hause – und die bringt so Einiges im Leben der Cuthberts durcheinander.

Die Geschichte spielt im kanadischen Prince Edward Island. Während des Schreibens hat sich die Autorin L. M. Montgomery vom Haus ihres Cousins inspirieren lassen: ein weißes Farmhaus mit grünen Giebeln. Es kann noch heute besichtigt werden und auf Prince Edward Island gibt es inzwischen sogar einen Anne of Green Gables Themenpark. Vielleicht ist es eine Ausflugsüberlegung wert, falls doch mal eine Sprachreise nach Toronto oder Montreal ansteht?

4. Akte X

Spätestens, nachdem für die zehnte und elfte Staffel von 2016 bzw. 2018 ein neuer Synchronsprecher für die Rolle des Fox Mulder gewählt wurde, führt eigentlich kein Weg mehr an der Originalversion von The X-Files vorbei. Und das legendäre “The truth is out there, Scully” ist ja auch nur im Original eben das: legendär.

Halloween - Trick or Treat

Das Urgestein der Mystery-Serien wartet mit allerhand interessanten Fällen und Charakteren auf und verspricht so auf jeden Fall Kurzweil. Und das Zusammenspiel von Fox Mulder, ein großer Fan des Übernatürlichen, und der überaus rationalen Physikerin und Ärztin Dana Scully kommt mit viel Konfliktpotenzial aber auch viel Charme daher. Der Klassiker aus den 90er Jahren ist daher immer ein guter Tipp für Serien-Abende. Dazu kommt, dass die meisten Figuren ein sehr klares und deutliches Englisch sprechen, was für OV-Newbies auf jeden Fall zu empfehlen ist.

5. Sherlock

Für Fans des brillanten Detektivs gibt es ja inzwischen eine große Auswahl. Mal abgesehen von den Büchern gibt es unzählige Filme und Serien. Zu den neueren Produktionen gehören die zwei Guy Ritchie Filme Sherlock Holmes und Sherlock Holmes: Spiel im Schatten, die amerikanische Serie Elementary und die BBC-Produktion Sherlock. Unsere Empfehlung geht ganz klar an den Detektiv von BBC. Die Serie spielt in der heutigen Zeit und bringt somit viel frischen Wind mit sich. Trotzdem kommt aber auch ganz viel von Sherlock Holmes’ Charme rüber.

Sherlock kommt zwar eher düster daher, aber nicht ohne den typischen, eher trockenen und dunkelschwarz geratenen britischen Humor. Und wer nach den zwölf Episoden (in Spielfilmlänge!) noch nicht genug vom Ermittler-Duo Holmes/Watson hat, der kann sich die offizielle App der Serie herunterladen und bei der Aufklärung von verschiedenen Fällen gleich mithelfen.

6. The Fall

Bevor sich Jamie Dornan für Fifty Shades of Grey ausgezogen hat, war er vor allem in UK-Produktionen zu sehen – wie zum Beispiel in der Serie The Fall. Als perfekt ausgestatteter Serienmörder Paul Spector hält er in der Serie die nordirische Stadt Belfast in Atem.

In den irischen Dialekt muss man sich erst einmal etwas reinhören, aber im Großen und Ganzen ist das Englisch recht gut zu verstehen. Und das packende Katz-und-Maus-Spiel zwischen Spector und der Polizistin Stella Gibson (ein Wiedersehen mit Akte-X-Star Gillian Anderson) ist es auf jeden Fall wert, sich mit dem irischen Dialekt vertraut zu machen. Die Serie hat immerhin auch – neben vielen anderen Auszeichnungen – einen Edgar Allan Poe Award gewonnen: der wichtigste Preis für das Mystery und Crime Genre.

7. Tidelands

Drogen, Intrigen, schmutzige Familiengeschäfte, tödliche Geheimnisse und mystische Meereskreaturen – Tidelands ist sozusagen ein typisches modernes Meerjungfrauen-Märchen. Dazu gibt es noch tolle Bilder von der idyllischen Küste von Queensland. Was will man mehr?

Ja, okay, die Geschichte ist zuweilen etwas abstrus, aber nun, es geht halt auch um Meerjungfrauen – ach nein, Halb-Sirenen. Da ist eine gewisse Obskurität wohl zu erwarten. Und die Serie macht es mit viel Style, einem wirklich coolen Soundtrack und einem doch recht gut verständlichen Aussie-Dialekt wieder wett. Tidelands ist daher eine klare Empfehlung für alle, die sich serientechnisch einmal nach Down Under begeben wollen.

8. Band of Brothers

Zugegeben, die Serie hätte es beinahe nicht in diese Liste geschafft. In der ersten Folge sagt Leutnant Sobel an einer Stelle “irregardless”. “Regardless” hat durch den Suffix -less bereits eine negative Bedeutung (achtlos). Der Präfix ir- macht daraus also eine doppelte Verneinung (sowas wie unachtlos) – und das ist wahrlich kein schönes Englisch. Trotzdem kommt einem ab und zu im Englischen auch “irregardless” unter. Also: Sei schlauer als Leutnant Sobel, es heißt nur “regardless”.

Band of Brothers ist eine mehrfach ausgezeichnete Miniserie über die Easy-Company und deren Einsätze im zweiten Weltkrieg. Wem Kriegsserien aber nicht so recht taugen, der kann aus dem Serien-Abend auch eine Finde-den-Star Challenge machen; davon haben sich nämlich einige in Band of Brothers versteckt: Simon Pegg, Jimmy Fallon, Tom Hardy, James McAvoy, Michael Fassbender – um nur ein paar davon zu nennen.

Produziert wurde die Serie von Steven Spielberg und Tom Hanks (ach ja, sein Sohn Colin Hanks spielt auch mit) und entsprechend gut ist die Serie auch gelungen. Und deswegen ist sie trotz Leutnant Sobel auf dieser Liste gelandet. Und wer nach den zehn Folgen noch nicht genug hat, kann im Anschluss gleich mit The Pacific weiter machen – quasi der Fortsetzung von Band of Brothers.

9. True Blood

So langsam lässt die Vampir-Begeisterung ja wieder etwas nach. Aber True Blood war so gut, die Serie gehört eigentlich noch nicht wieder eingemottet. Und der Grundgedanke – der Kampf um die eigenen Rechte – ist ja quasi zeitlos. Gut, in der Serie sind es eben Vampire, die um ihre, nun ja, Vampirrechte kämpfen. So schaffen es die geouteten Vampire zusammen mit ihren menschlichen Gegnern und Befürwortern, einiges an Chaos im beschaulichen (und fiktiven) Örtchen Bon Temps, Louisiana zu stiften.

Apropos Louisiana: Der Südstaaten-Dialekt ist schon so eine Sache für sich. Aber man hat ja sieben Staffeln Zeit, um zum Südstaaten-Profi zu werden.  Also hoch mit den True Blood Flaschen und Cheers auf die Vampirrechte!

10. Suits

Suits ist vor allem seit der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle äußerst gefragt. Aber auch ohne royale Anbandelungen ist Suits eine tolle Serie, die vor allem durch viel Wortwitz und interessante Charaktere beeindruckt. Besonders das Zusammenspiel des Spitzenanwalts Harvey Specter und seines Zöglings Mike Ross ist absolut sehenswert. Der gute Mike macht zwar einen brillanten Anwalt, aber eigentlich hat er gar keinen Juraabschluss. Man kann sich also schon zu Beginn denken, dass sich gewisse Probleme auftun werden.

Ja, auch einiges an Anwalts-Englisch ist dabei, da kann man schon mal den Faden verlieren. Trotzdem sollte man nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen: Trotz der Fachsimpeleien wird feines New Yorker Englisch gesprochen.

Wenn du jetzt noch Hilfe dabei brauchst, die ganzen Serien-Perlen bei den unzähligen Streaming-Diensten ausfindig zu machen, legen wir dir die Seite Wer stream es? ans Herz. Hier kannst du ganz einfach nach Titel suchen und bekommst eine Übersicht angezeigt, wo du die Serie (oder den Film) schauen kannst. Zudem gibt es auch eine ständig aktualisierte Top-Serien Liste – falls du noch weitere Anregungen brauchst. 

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