LAL Sprachreisen Blog

Bienvenido en Mexiko

Produktleiter Markus Müller von LAL berichtet über seine Erlebnisse an der Sprachschule in Playa del Carmen/Mexiko.

Zum Abschluss meiner zweieinhalbwöchigen privaten Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize habe ich auch unserer langjährigen Sprachschule in Playa del Carmen einen Besuch abgestattet.

Von Mexiko und vor allem der Halbinsel Yucatán bin ich wirklich begeistert. Hier könnte ich gut und gerne einige Wochen oder Monate verbringen und würde immer noch etwas Spannendes entdecken. Zu Ausflugszielen in der Umgebung werde ich später mehr berichten. Ich will gerne zuerst den Eindruck von der Sprachschule wiedergeben.Das Schulgelände ist sehr offen und freundlich gestaltet, mit einem Volleyballfeld und Outdoor-Relax-Zonen in einem schönen Garten.Das beste sind natürlich die Outdoor-Klassenzimmer, die als Strohhütten angelegt sind und wo man im Unterricht mehr als ein Hauch von Karibik spürt. Die Hütten haben genügend Abstand voneinander, so dass man von anderen Lerneinheiten nichts mitbekommt.

Die Schulleitung hat mir auch bestätigt, dass es hier fast nie zu heiß wird, da man immer ein Lüftchen hat, aber der Wind auch nie zu heftig ist.Spanisch-Unterricht in einer Strohhütte? Das hätte ich während meiner Schul- und Unizeit auch gerne mal gehabt.

Da musste ich gleich mal an einer Schnupperstunde teilnehmen.

Der Unterricht findet mit einer maximalen Klassengröße von 8 Personen statt. Er wurde sehr anregend und kommunikativ gestaltet. Sowohl die Nationalitäten, als auch das Alter der Teilnehmer waren bunt gemischt. Da ich am Montag die Schule besucht habe, war erstes Gesprächsthema die Wochenendgestaltung der einzelnen Sprachschüler. Hier wurden mir auch klar, dass für jeden etwas geboten wird. Einige Sprachschüler haben gemeinsam Ausflüge unternommen, andere haben spanische Literatur gelesen und waren im Kino, während ein anderer es lieber vorgezogen hat, in der Hängematte zu liegen und zu entspannen.

Bei den Gesprächen mit der Schulleitung habe ich erfahren, dass Aktivitäten regelmäßig von der Schule angeboten werden. Was ich dabei sehr interessant finde, dass die Aktivitäten von einem speziell ausgebildeten Reiseleiter mit Maya Wurzeln geführt werden, der vor allem für authentische Erlebnisse bei den geschichtsträchtigen Orten wie Chitzen Itza oder Tulum sorgen kann. Dies ist eine deutliche Abhebung gegenüber sonstigen eher touristisch orientierten Angeboten in Playa del Carmen. Die Ausflüge gibt es teilweise halbtägig, eintägig oder häufig auch als attraktive Wochenendausflüge. Darüber hinaus bietet die Schule jede Woche einen geführten Stadtrundgang sowie in regelmäßigen Abständen Tanz- und Kochstunden oder Filmvorführungen kostenlos an.

Ich habe während meines Aufenthalts in der Schulresidenz übernachtet, die nur 2 Gehminuten von der Schule entfernt ist. Gleich am Eingang befindet sich ein schöner palmengesäumter Innenhof mit Sitzmöglichkeiten und in einer Ecke eine Hängematte. Die Zimmer sind jeweils im Kreis gestaltet und ausreichend groß, es waren 2 Queensize Betten (also theoretisch auch für mehr als zwei Teilnehmer geeignet), jeweils mit eigenem hygienischen Badezimmer ausgestattet. Auch Lernmöglichkeiten sind vorhanden, wobei man in Playa del Carmen wohl lieber draußen, im Innenhof, in einem Strandcafé oder am Strand lernen möchte.

Neben der Schulresidenz bietet die Schule natürlich auch noch Privatunterkünfte an. Diese sind i.d.R. in der unmittelbaren Umgebung, maximal 30 Gehminuten entfernt. Die meisten Gastgeber besitzen sogar ein eigenes Badezimmer.

Die Schule ist 15 Minuten vom Stadtkern und der Quinta Avenida entfernt, wo das Leben spielt. Von dort sind es nur 2 Minuten zum Strand und der Promenade. Die Umgebung von Playa del Carmen ist sehr attraktiv, egal zu welcher Jahreszeit. Wir waren im Februar hier und es waren durchschnittlich 22-30 Grad. Wir hatten während der Zeit einen Mietwagen, was sehr zu empfehlen ist (auch für ein Wochenende), aber die Busverbindungen sind sehr gut, günstig und (für lateinamerikanische Verhältnisse) auch sehr zuverlässig.

Einige Must Dos bzw. Geheimtipps für Euren Aufenthalt:

  • Must Dos sind vor allem eines der neuen 7 Weltwunder der Neuzeit: Chitzen Itza: Der Besuch hat mich sehr fasziniert. Kleiner Geheimtipp: Die Sound & Light Show abends ist kostenlos, am besten beim Besuch darüber informieren. Online kann dies auch vorher reserviert werden. Die Show war technisch echt klasse gemacht, mit tollen Belichtungseffekten und historischen Erklärungen über die Pyramide und die Maya Kultur. Die Erklärungen sind auf spanisch, also perfekt um die Sprachkenntnisse zu perfektionieren
  • Auch die Ruinen von Tulum haben mich sehr beeindruckend. Das sind die einzigen Ruinen in Mexiko, die direkt am Meer gelegen sind, was tolle Fotomotive ergibt. Am Eingang werden Bootstouren angeboten, die braucht ihr aber nicht zu dem Preis buchen. Seid aber am besten früh da, um die Touristenmassen zu vermeiden.
  • Der Strand von Playa del Carmen ist schön und entspannend. Dort finden sich aber auch einige Hotelanlagen. Wenn ihr mehr Ruhe finden wollt oder andere Strände kennenlernen wollt, kann ich euch vor allem folgende empfehlen: Puerto Morales (hat immer noch ein wenig Charakter von einem Fischerdorf, auch sehr gut zum Schnorcheln und Fischen) und Playa Paraiso in Tulum
  • Ich bin sehr begeistert von Cenoten. Wer das noch nie gehört hat: Das sind höhlenartige natürliche Pools von den Mayas, in denen man auch schwimmen, schnorcheln und tauchen kann). Es gibt einige Cenoten in der Nähe von Chitzen Itza und Valladolid. Sehr zu empfehlen ist Ik Ikil. Dort haben auch schon Red Bull Diving World Series stattgefunden. Wenn ihr eine geführte Tagestour zu Chitzen Itza macht, achtet darauf, dass auch diese Cenote dabei ist. In der Nähe von Valladolid gibt es noch einige andere Cenoten (Xkeken und Samula). Wir waren eher zufällig in der Cenote Saamul, von der wir sehr beeindruckt waren, v.a. weil sie nicht überlaufen war und einen Riesen Wasserfall hatte. Schöne Cenoten in der Nähe von Tulum und Playa del Carmen sind die Cenoten Dos Ojos und die Gran Cenote. Es gibt geführte Touren, die aber teilweise schon teuer und touristisch sind. Wenn ihr einen Mietwagen habt, könnt ihr euch in einigen Cenoten Schnorchelausrüstung vor Ort leihen (oder günstig vorher kaufen). Wenn ich mal bald meinen Tauchschein haben werde, würde ich gerne auch in einer Cenote tauchen, da bestimmte Bereiche nur für Taucher zugänglich sind und das wie ein surreales Erlebnis wirkt.
  • So, genug von Cenoten. Schnorcheln mit Schildkröten ist doch auch toll! Das ist in Akumal möglich. Kleiner Hinweis: Ganz zu Beginn wurden wir darauf hingewiesen, dass wir unbedingt einen Guide benötigen für 25 USD. Wir haben uns auch schon vorher informiert. Direkt am Strand konnten wir günstig Schwimmweste und Locker leihen. Und ich glaube, die Besucher mit Guides haben auch nicht mehr Schildkröten gesehen. Ist um einiges aufregender, wenn man sich selbst auf die Suche begibt.
  • In Playa del Carmen waren wir leider nicht so lange. Im touristischen Zentrum in der Quinta Avenida können wir zwei Restaurants empfehlen: La Vagabunda (etwas teuer, aber landestypisches gut aufbereitetes Essen in mexikanischer Atmosphäre) sowie das 100% Natural (mit gesunden Bio-Produkten sowohl fürs Abendessen, Frühstück oder Trinken in sehr angenehmer Atmosphäre)
  • Noch ein kleiner Tipp: Unterwasserkamera kaufen, wenn ihr länger da bleibt und vorhabt zu schnorcheln oder zu tauchen. Das sind tolle Erlebnisse!

Ich hoffe, Ihr habt jetzt alle Lust auf eine Sprachreise in Mexiko?
Ich hätte große Lust gehabt, hier noch einige Wochen mehr zu verbringen und Spanisch zu lernen.

Muchos saludos,
Markus