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Die 10 besten Bücher, um Englisch zu lernen

Eine neue Sprache lernt man besonders schnell und effektiv, wenn man sich möglichst lange und intensiv mit ihr beschäftigt. Eine Sprachreise ist die ideale Möglichkeit, um eine Fremdsprache in kurzer Zeit zu lernen und die eigenen sprachlichen Fähigkeiten deutlich zu verbessern. Doch nicht in jeder Lebenssituation ist es möglich, eine mehrwöchige Sprachreise ins Ausland zu unternehmen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, sich mit einer Sprache auseinanderzusetzen, besonders beliebt ist das Lesen englischsprachiger Bücher.

Bücher bieten dir die Möglichkeit, dich jeden Tag mit der englischen Sprache zu beschäftigten. Quasi nebenbei verbesserst du deine englische Grammatik und deinen Wortschatz, außerdem sind englische Titel im Original meist authentischer als ihre Übersetzungen, da sie direkt die Gedanken und Gefühle ihrer Autoren widerspiegeln.

In der folgenden Liste findest du zehn englischsprachige Bücher, mit denen du Englisch lernen und deine Sprachkenntnisse in deiner Freizeit verbessern kannst. Bei der Wahl der Bücher ist natürlich darauf zu achten, dass Geschmäcker unterschiedlich sind und man bedenken sollte, dass man Freude am Lesen hat! Darüber hinaus hat die BBC im Jahr 2015 eine Übersicht der 100 bedeutendsten britischen Romane zusammengestellt, von der du dich ebenfalls inspirieren lassen kannst. Viel Spaß beim Lesen!

1. Harry Potter – J.K. Rowling

Bei Harry Potter handelt es sich um eine Fantasy-Romanreihe der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Zur Geschichte gibt es wenig zu sagen, weil die meisten Menschen sie zumindest flüchtig kennen, in vielen Fällen aber auch als Filmreihe auf der Leinwand oder dem Fernseher gesehen haben. Von den weltweit rund 500 Millionen Exemplaren über den jungen Zauberschüler wurden allein in Deutschland über 33 Millionen Bücher verkauft – zumeist allerdings in der deutschen Übersetzung.

Dabei sind vor allem die ersten Bände von Harry Potter hervorragend geeignet, um sie auch als Anfänger in englischer Sprache zu lesen. Gerade zu Beginn ist es vielleicht ungewohnt, Harry Potter auf Englisch zu lesen, denn Kunstbegriffe wie “Sprechender Hut” (engl. Sorting Hat) oder “Winkelgasse” (engl. Diagon Alley), die im Deutschen leicht verständlich sind, können im englischen Original für anfängliche Verwirrung sorgen. Aber das gibt sich schnell.

Grundsätzlich ist Harry Potter auf Englisch gut verständlich, die Grammatik ist nicht sonderlich schwierig und unbekannte Vokabeln erschließen sich häufig aus dem Zusammenhang. Dennoch ist es hilfreich, in einem Wörterbuch nach der korrekten Übersetzung zu schauen. Auf diese Weise lernt man schnell viele neue Wörter kennen und die englische Sprache ist nicht nur einfacher zu lesen, sondern auch leichter verständlich.

2. The Lord of the Rings – J. R. R. Tolkin

Bei The Lord of the Rings (Herr der Ringe) handelt es sich um einen Roman des britischen Schriftstellers John Ronald Reuel Tolkien aus den Jahren 1954/55. Ebenso wie Harry Potter ist auch The Lord of the Rings weltweit bekannt, insgesamt wurden rund 150 Millionen Exemplare verkauft. Das Original besteht aus drei Bänden zu je zwei Büchern, insgesamt also aus sechs Büchern. Nach Ansicht von Tolkien handelt sich um eine Heldenromanze statt um einen Roman: “My work is not a ‘novel’, but an heroic romance, a much older and quite different variety of literature“.

The Lord of the Rings ist ein Buch, bei dem es sich besonders lohnt, es im englischen Original zu lesen. J. R. R. Tolkien war Professor für Altenglisch an der University of Oxford, deshalb kommt sein Englisch dem heute unterrichteten Schulenglisch sehr nahe – im Gegensatz zum eher modernen Englisch in Harry Potter. Beim Lesen der englischen Ausgabe fällt auf, wie Witz, Fantasie und Zauber in den deutschen Übersetzungen teilweise verloren gehen, wobei auch hier zwischen den Übersetzungen von Margaret Carroux und Wolfgang Krege unterschieden werden muss – meist bevorzugen Leserinnen und Leser die Übersetzung von Carroux. Besonders auffällig ist die Übersetzung von Sams Anrede für Frodo.

Tolkien: Master
Carroux: Herr
Krege: Chef (bis zu Überarbeitung im September 2012)

Letztlich darfst du keine Angst davor haben, direkt die englische Ausgabe von The Lord of the Rings zu lesen. Die Handlung der Geschichte ist den meisten ohnehin bekannt, und nach einigen, vielleicht etwas holprigen Seiten liest man sich schnell ins Englische ein – unbekannte Wörter werden dann entweder überlesen oder erschließen sich aus dem Zusammenhang. In jedem Fall gehört The Lord of the Rings zu den Büchern, die man unbedingt auf Englisch lesen sollte. Natürlich immer vorausgesetzt, dass man sich für die Geschichte interessiert, denn Tolkien ist dafür bekannt, teils über mehrere Seiten die Landschaft zu beschreiben und sich in Details zu verlieren. Wenn dich das nicht abschreckt, bist du mit The Lord of the Rings gut beraten.

3. 1984 – George Orwell

1984 ist einer der bekanntesten Romane der britischen Nachkriegsliteratur. Der englische Originaltitel lautet Nineteen Eighty-Four, im Deutschen wird das Buch daher auch unter der Bezeichnung Neunzehnhundertvierundachtzig geführt. Geschrieben wurde 1984 vom englischen Schriftsteller Eric Arthur Blair, alias George Orwell, in den Jahren 1946 bis 1948, der Roman erschien im Juni 1949 in London.

Die Dystopie dieses Romans basiert auf der Annahme des Autors, dass der Staat durch den wachsenden technischen Fortschritt in der Lage ist, seine Bürger jederzeit und in vollem Umfang zu überwachen sowie historische und aktuelle Informationen zu filtern und vorzugeben. Interessanter Aspekt: Die englische Sprache wurde von “schädlichen” Begriffen befreit und durch eine neue Sprache (Newspeak bzw. Neusprech) ersetzt, mit deren Hilfe ebenfalls die Meinung und das Denken der Bevölkerung manipuliert werden sollen.

Beispiele:

  • crimethink (Gedankenverbrechen, “Deldenk”)
  • facecrime (Gesichtsausdruck deutet auf Gedankenverbrechen hin)
  • doublethink (Doppeldenk; zwei gegensätzliche Aussagen als wahr bewerten)
  • minitrue (Ministerium für Wahrheit)
  • bellyfeel (blind-begeisterte Akzeptanz einer Idee)

Wenn dich das Thema des Buches interessiert, ist 1984 trotz einiger anfangs unbekannter Begriffe (wg. Neusprech) sehr gut geeignet, um es im englischen Original zu lesen und dabei dein Englisch zu verbessern. Ohnehin ist es von Vorteil, wenn du dich zum Lernen von Englisch für Bücher entscheidest, die eine kleine Herausforderung darstellen, denn es geht letztlich nicht allein darum, das Buch zu lesen und der Handlung wegen zu mögen, sondern auch darum, durch das Lesen des Buches dein Englisch zu verbessern.

4. Me before You – Jojo Moyes

Bei Me before You (Ein ganzes halbes Jahr) von der britischen Schiftstellerin Jojo Moyes handelt es sich um einen tragischen Liebesroman. Louisa Clark lernt bei ihrer Arbeit als Pflegerin den Patienten Will Traynor kennen, der, nachdem er von einem Motorrad angefahren wurde, querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Me before You ist ein hervorragendes Buch, um Englisch zu lernen, weil es einerseits leicht und gut verständlich geschrieben ist, andererseits ist die Geschichte spannend und bewegend zugleich. Das Buch wurde in 32 Sprachen übersetzt und weltweit rund fünf Millionen Mal verkauft – zwei Millionen Mal allein in Deutschland. 2014 war es das meistverkaufte Taschenbuch hierzulande.

5. Romeo and Juliet – William Shakespeare

Romeo and Juliet ist eine Tragödie des englischen Schriftstellers William Sharespeare aus dem Jahr 1597 und erzählt die Geschichte zweier Liebender, die verfeindeten Familien angehören und deshalb gemeinsam den Tod finden. Das frühneuenglische Werk zählt zu den bedeutendsten Dramen der Weltliteratur.

Zugegeben, mit Romeo and Juliet im englischen Original stellt man sich einer gewissen Herausforderung. Allerdings findet man bei jedem gut sortierten Buchhändler eine zweisprachige Ausgabe, die neben dem englischen Text auf der linken Seite gleich die deutsche Übersetzung auf der rechten Seite bereit hält. Auf diese Weise liest man nicht nur eines der wichtigsten und bedeutendsten Bücher der Welt, sondern lernt – quasi ganz nebenbei – auch noch unbekannte englische Vokabeln können. Deshalb ist Romeo and Juliet ein ideales Buch, um Englisch zu lernen.

6. Pride and Prejustice – Jane Austen

Pride and Prejustice (Stolz und Vorurteil) ist der bekannteste Roman der britischen Schriftstellerin Jane Austen. Er erschien 1813 und wurde weltweit rund 20 Millionen Mal verkauft. Pride and Prejustice ist ein Entwicklungsroman, der die Liebesgeschichte der Protagonisten Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy erzählt und zugleich als zeitgenössische Gesellschaftsstudie dient.

Auf großartige Weise und mit viel Humor und Ironie erzählt Pride and Prejustice vom ersten Kennenlernen zweier Menschen, davon, wie sie gemeinsam Vorurteile überwinden und mit verletztem Stolz umzugehen lernen. Insbesondere mit Blick auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau war Pride and Prejustice seiner Zeit weit voraus.

Trotz, oder gerade wegen seines Alters, lohnt es sich, den Roman im englischen Original zu lesen. Die deutsche Übersetzung ist zwar ebenfalls sehr gelungen, doch für viele Leserinnen und Leser entsteht besonders in der Originalversion eine besondere Atmosphäre. Für den Einstieg eignet sich auch eine der zahlreichen Verfilmungen, etwa die britisch-französische Produktion von 2005 mit Keira Knightley in der Hauptrolle.

7. Oliver Twist – Charles Dickens

In Oliver Twist (Original: Oliver Twist; or, The Parish Boy’s Progress) erzählt der britische Schriftsteller Charles Dickens die Geschichte des gleichnamigen Waisenjungen – stellvertretend für zahlreiche Kinder im 19. Jahrhundert – , der zunächst in einem Armenhaus in einer englischen Kleinstadt aufwächst, ohne etwas über seine Vergangenheit oder Herkunft zu wissen. Ursprünglich war die Geschichte im Laufe von drei Jahren in der Zeitschrift Bentley’s Miscellany erschienen.

Charles Dickens beschreibt in seinem Roman die gesellschaftliche Entwicklung der Frühindustrialisierung; insbesondere die kritische Darstellung von häufiger Armut in der Arbeiterklasse, weit verbreiteter Kinderarbeit und allgegenwärtiger Kriminalität boten damals wie heute Grundlagen für Diskussionen.

Grundsätzlich bietet es sich immer an, ein Buch in seiner Originalsprache zu lesen, insofern die Sprachkenntnisse es zulassen. Auf diese Weise erlebt man die Geschichten meist emotionaler, leidenschaftlicher und direkter, als wenn man eine (meist moderne) Übersetzung liest. Das gilt auch für Oliver Twist, wenngleich das Englisch von Charles Dickens eben nicht der Sprache moderner Schriftsteller entspricht und deshalb nicht für jedermann auf Anhieb leicht zu verstehen ist. Hat man sich allerdings nach wenigen Seiten an den Stil gewöhnt, möchte man das Buch nicht mehr weglegen.

8. Murder on the Orient Express – Agatha Christie

Ein weiterer Klassiker der englischen Literatur ist Murder on the Orient Express (Mord im Orient-Express, bis 1951 Die Frau im Kimono) von der englischen Schriftstellerin Agatha Christie aus dem Jahr 1934. Erzählt wird die Geschichte um den rätselhaften Mord an einem Verbrecher im Orient-Express auf dem Weg von Istanbul nach Calais. Nachdem ein Schneesturm den Zug auf freier Strecke zum Halten zwingt und wegen eines technischen Defekts kein Kontakt nach Außen möglich ist, erhält der mitreisende belgische Detektiv Hercule Poirot die Aufgabe, den Fall zu lösen.

Der Kriminalroman ist auch mehr als 30 Jahre nach dem Tod der Schriftstellerin sehr beliebt. Grund dafür ist vor allem ihr Schreibstil: zeitlos, einfach und packend zugleich, wodurch Christies Bücher auch für Leserinnen und Leser geeignet sind, die Englisch noch nicht perfekt beherrschen. Wer sich für Krimis interessiert, sollte Murder on the Orient Express unbedingt lesen – und falls es doch Schwierigkeiten geben sollte, kann man sich eine der zahlreichen Verfilmungen des Buches anschauen.

Dass sich das Lesen lohnt, zeigt auch eine Aussage der Gesellschaft Chorion, die Inhaberin der Rechte von Christies Büchern ist. Demnach wurden weltweit lediglich die Bibel und Werke von William Shakespeare häufiger verkauft, als die Bücher von Agatha Christie.

9. Sherlock Holmes – Arthur Conan Doyle

Sherlock Holmes ist eine im Jahr 1886 erschaffene Kunstfigur des britischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle und tritt in insgesamt 56 Kurzgeschichten und vier Romanen als Detektiv auf. Begleitet wird Holmes von seinem Freund Dr. Watson, aus dessen Sicht auch die meisten Geschichten erzählt werden.

Bis heute haben die Romane von Doyle, der mit Sherlock Holmes ein neues Genre erschuf und den Stereotyp des Privatdetektivs entwarf, wegen ihrer detaillierten forensischen Aufarbeitung, der genauen Beobachtungsgabe Holmes’ und der nüchternen Schlussfolgerungen eine besondere Bedeutung für den Bereich der Kriminalliteratur und waren den damaligen Polizeimethoden weit ihrer Zeit voraus, besonders im Hinblick auf die Einbeziehung wissenschaftlich orientierter Methodik bei der Untersuchung von Verbrechen.

Die Kurzgeschichten über Sherlock Holmes sind bestens geeignet, um in die englischsprachige Literatur einzusteigen und dein Englisch durch das Lesen von Büchern zu verbessern. Die Sprache und der Schreibstil sind weder sonderlich kompliziert, noch sind die Bücher schwer zu lesen. Solltest du aber doch an der einen oder anderen Stelle nicht weiterkommen, lohnt es sich, ein Wörterbuch zur Hand zu haben – schließlich möchtest du beim Lesen englischer Bücher auch gleichzeitig etwas lernen.

10. Shopaholic – Sophie Kinsella

Dass auch moderne Titel hervorragend geeignet sind, um durch das Lesen von Büchern dein Englisch zu verbessern, zeigt Shopaholic (Die Schnäppchenjägerin) von Sophie Kinsella. In dieser Buchreihe werden sich viele Frauen (und sicher auch Männer) wiedererkennen, denn Rebecca Bloomwood, der Hauptcharakter in diesen Erzählungen, liebt Shoppen!

Urlaub planen

Der erste Band erschien 2001 und erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren Lebensunterhalt damit verdient, andere Menschen in Finanzfragen zu beraten, sich selbst aber beim Shoppen nicht unter Kontrolle hat und deshalb ständig in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Chaos ist bei diesen großartig und hinreißend geschriebenen Büchern also vorprogrammiert.

Shopaholic ist auf Englisch sehr einfach geschrieben, leicht verständlich und der Humor geht nicht verloren. Für diese Bücher musst du also kein englischer Muttersprachler sein oder die Sprache perfekt beherrschen, dennoch lernst du viele Vokabeln für den Alltag, die du im Schulenglisch vielleicht nicht unbedingt lernen würdest. Somit ist Shopaholic perfekt geeignet, falls du dein Englisch verbessern möchtest und zugleich Spaß beim Lesen von modernen Frauenromanen hast.

Frank K. - LAL Team
Redakteur bei LAL Sprachreisen - leidenschaftlicher Blogger, der die raue Landschaft Irlands und die endlose Weite Australiens liebt.